Alles zu meiner Zeit ….für mehr Achtsamkeit im Alltag

Wie sieht es denn bei dir aus mit dem richtigen Timing?

Geht es dir manchmal so, als wachse dir alles über den Kopf. Die Zeit rennt davon und Du hast das Gefühl erschlagen zu sein von allen Dingen die auf dich einprasseln.

Keiner hat Verständnis für das, was in deinem Leben, gerade passiert. Jedes Ereignis  will erzählt werden und unterhältst du dich mit jemand anderem, ist das Ereignis des anderen schlimmer oder stressiger. Jeder andere hat mehr Stress als du und schon bist du in einer Spirale gefangen die dir sagt: „Ich habe keine Zeit, aber ist doch nicht so schlimm. Wie du siehst, andere haben mehr Stress. Streng dich an, auch diese Zeit geht vorbei.“

Eine kurze ehrliche Frage an dich: Wie lange dauert für dich die stressige Zeit schon an?

Und wann wäre der gute Zeitpunkt, das die stressige Zeit vorbei ist?

Es ist ein Automatismus in uns, der unterbewusst abläuft und dir suggeriert, das alles in Ordnung ist, weil du es dir sagst weil deine Umwelt es dir sagt.

Lass es mich einmal etwas provokant formulieren. Stress haben ist Schick, es gehört dazu und wenn du dazu gehören willst hast du Stress.

Wie viele seltsame Blicke erntet man, wenn man auf die Frage:  wie geht es dir gerade? ein… Ich bin gerade total entspannt, teile mir den Tag, meine Arbeit und meine Freizeit optimal ein.

Und schon bist du anders, aus der Norm heraus. Nicht gestresst, weil du gelernt hast Nein zu sagen. Weil du gelernt hast stressfrei zu leben und den Tag dir so zu gestalten wie du es magst….eben alles zu deiner Zeit.

Aber wie geht das. Wie teilst du dir den Tag so ein, dass es dir eben keinen Stress bereitet. Hierzu möchte ich dir gerne eine Geschichte aus meinem eigene Leben erzählen und was dies bei mir bewirkt hat.

 

Vor einigen Jahren war ich selbst Teil einer großen Maschinerie von Stress. Immer gejagt vom nächsten Geschäft vom nächsten Ereignis. Beruflich bedingt musste ich auf eine Fortbildung zum Thema Achtsamkeit und Entspannung. Hier traf ich einige Menschen denen es genauso ging wie mir. Jeder einzelnen wollte so schnell wie möglich lernen abzuschalten und zu entspannen. Wir freuten uns alle auf diesen Tag. Uns sollten einige Übungen zum Entspannen erwarten, Gruppenarbeit und Selbstreflektion.

Ich freute mich besonders auf die Übungen zum Thema Achtsamkeit und Entspannung und wusste, dass ich diese mit in meine Praxis und Seminare übernehmen werde. Doch alles kam anders, und ja wir lernten Übungen der Achtsamkeit und Entspannung und ja ich integriere diese in mein Leben und in meinen Workshops und Seminaren. Aber warum das so wunderbar klappt, liegt an einer einzigen  Aussage des Lehrgangsleiters. Diese hat sich in mein Gedächtnis eingebrannt.

„Wenn du nicht anfängst, grundlegend an deiner morgendlichen Einstellung, wenn du aufwachst etwas zu ändern, hilft dir die Beste Entspannungsübung am Abend oder am Tag nichts. Entspannung beginnt im Kopf und nicht mit der Übung.“

 Damit hatte er recht, wie stand ich auf am Morgen, mit schweren Beinen, schwerem Kopf und schon die schweren Gedanken am Besten im 10 Uhr Meeting.

Warum ich an dieser Stelle das Wort schwer dick markiere, weil es das ist was den Tag für mich so schwer gemacht hat. Und hätte ich selbst am Abend eine Entspannungsübung gemacht und vielleicht sogar am Morgen, meine Gedanken hätte ich nicht überlisten können. Vielleicht wäre mein Körper entspannt gewesen, aber nicht mein Geist.

Eine wichtige Frage die uns der Lehrgangsleiter an dieser Stelle fragte: Warum darf es nicht auch leicht sein? Was ist Leichtigkeit für euch?

Nun ist dies eine der wichtigsten Fragen für mich und meine Klienten. Ich stelle Sie immer wieder und du kannst dir diese Frage gerne an dieser Stelle auch stellen. Wenn du magst nimm dir ein Stift und ein Blatt Papier und schreibe die Antworten auf.

Was bedeutet Leichtigkeit für dich?

Woran merkst du die Leichtigkeit in deinem Leben?

Woran merkst du die Leichtigkeit an dir?

Schreibe alle Bilder, Ereignisse, Themen oder auch Menschen dazu auf die dir in den Kopf kommen. Je mehr Bilder bei dir dazu im Kopf entstehen umso entspannter wird es für dich.

Mit einem Lächeln voll Leichtigkeit wünsche ich dir nun eine schöne Woche.

Am kommenden Dienstag erfährst du mehr zum Thema Leichtigkeit und wie es für dich Schritt für Schritt gelingen kann.

 

7 einfache Schritte zu mehr Gehör in Beziehung-Schritt 7

 

Schritt 7- Du bist der Beste Mensch….

 Mit mehr Selbstvertrauen und vor allem Zutrauen geht es weiter. Eine der schönsten Übungen in meinen Kursen mit den Teilnehmern ist die…“Du bist der Beste Mensch“ Formel.

Was dieser kleine Satz bewirkt ist unglaublich. Sowohl in meiner Praxis, als auch in meinen Achtsamkeitskursen mache ich immer wieder die Erfahrung, dass dieses das Leben der Klienten einfacher und positiver gestaltet.

An dieser Stelle sei gesagt, einfach bedeutet nicht gleich das unwegsame Dinge in deinem Leben vorkommen können, einfacher bedeutet letztlich sie werden mit mehr Leichtigkeit gemeistert. Ereignisse erschüttern nicht mehr zu sehr, sondern lassen sich lösen. Jeder besitzt diese Möglichkeiten in sich und diese Möglichkeiten mit Leichtigkeit Themen, Ereignisse zu lösen und anzugehen erlangst du im Schritt 6.

Durch das Zutrauen und Vertrauen und die Bestätigung darf es leicht sein.

Wir sind in unserer heutigen Welt durch einige negative Sprichwörter gedanklich so programmiert. Eine Frage an meiner Teilnehmer die ich zu Beginn gerne stelle: „Warum darf es denn nicht leicht sein in deinem Leben?“

Gerne darfst du dir an dieser Stelle für diese Frage einen kleinen Moment Zeit nehmen und sie für dich beantworten.

Nun was hat es mit der Formel: Du bist der Beste Mensch auf sich.

Hierzu möchte ich dir aus meiner Erfahrung und der Erfahrung meiner Patienten berichten, wie ich in ein Gespräch mit neuen Menschen aber auch Menschen die in meinem Leben sind hinein gehe.

Vor jeder Begegnung und vor jedem Gespräch sage ich diesen Satz: „ Du bist der Beste Mensch.“ Ich sende somit vorab ein positives Gefühl und einen positiven Gedanken in diese Begegnung.

 

Wie oft gehst du in ein Gespräch, Treffen und hast negative Emotionen diesem Treffen gegenüber?

Wie oft fährst du in dein Büro und sagst dir bereits im Auto, das es anstrengend wird oder das der Tag nicht gut wird der Chef, Kollege oder Kollegen nervig sind?

 

Eine kleine Übung für dich. Nimm dir einen Stift und ein Papier und schreibe auf warum der Chef, die Kollegin oder der Kollege nervig sind?

Nun kommen die drei magischen Fragen an dich:

  • Warum ist das nervig?
  • Was stört dich genau?
  • Was ist dein Bedürfnis?

Hiermit widmest du deinem Bedürfnis zunächst Aufmerksamkeit. Danach darfst du dich dem Bedürfnis des anderen widmen, um es zu verstehen sein Handeln.

Du fängst an dir zuzuhören und wirst feststellen auch der andere fängt an dir zuzuhören.

Ich stelle fest, dass in vielen Gesprächen der eine etwas erzählt und danach der andere aus seinem Leben und oft reden beide aneinander vorbei. Keiner ist so richtig mit der Aufmerksamkeit beim anderen und nach diesem Gespräch fühlt man sich ausgelaugt und leer. Keiner der beiden hat sein, noch das Bedürfnis des anderen gehört oder wahrgenommen.

Zum Schluss habe ich ein kleines Experiment für dich. In einem deiner nächsten Gespräche sei es mit deiner Freund –in, Partner-in oder Kollege –in widme dich den Bedürfnissen in diesem Gespräch.

Richte deine Aufmerksamkeit auf die Themen und Inhalten des anderen, lass die Bilder und antworten aus deinem Leben die zu den Themen auftauchen zunächst bei dir.

Gedanklich formulierst du während des Gesprächs den Satz: „Ich höre dir zu. Ich nehme dich wahr. Erzähle weiter.“

Du wirst sehen ein offenes und angenehmes Gespräch entsteht ohne Energieverluste.

Sollte dein Gegenüber allerdings in einen Monolog verfallen, kannst du dies auch Stoppen in dem du ein gedankliches Stoppsignal sendest. Bei der einen oder anderen Situation kann dies sehr hilfreich sein :-).

Ich wünsche dir nun viel Spaß bei jedem einzelnen Schritt. Probiere gerne aus, finde deine Formulierungen oder Gedanken die für dich stimmig sind.

Nächste Woche Montag geht es in meinem Blog um Achtsamkeit und das Thema: “Alles zu seiner Zeit”

7 einfache Schritte zu mehr Gehör in Beziehung-Schritt 5&6


Schritt 5 – Die Geschwindigkeit macht die Musik….

 Ist dir schon mal aufgefallen, dass manche Menschen mit der Tür ins Haus fallen oder andere so langsam sind das man Sie am liebsten schubsen möchte. Ein typischer Fall von unterschiedlichen Geschwindigkeiten im Denken, Handeln und Fühlen liegt diesem Phänomen zugrunde.

Nun hast du dich in den letzten vier Schritten mit deinem Vordenken, Vorformulieren sowie dem Hier und Jetzt Zustand befasst. Es ging um die Bereitschaft deinerseits und die Bereitschaft des anderen. Im fünften Schritt, geht es nun um die Intensität und Geschwindigkeit. Erst wenn du mit deinem gegenüber in der gleichen Geschwindigkeit bist im Denken, Handeln und Fühlen pendelt sich ein angenehmes Gespräch ein.

Lass es mich gerne für Dich an einem Beispiel erläutern: Du triffst dich mit einer Freundin oder einem Freund oder mit einem aus Deiner Familie. Ihr Unterhaltet euch über zukünftige Ereignisse die geplant sind oder eventuell geplant werden. Dein Gegenüber kommt mehr und mehr in Kreativität und Ideen, wirft vielleicht Dinge durcheinander und je mehr Ihr beiden darüber redet umso mehr scheint euer Gespräch aus dem Ruder zu laufen. Es entstehen unterschiedliche Intensitäten bzw. Geschwindigkeiten im Gesprächsverlauf.

Wie gehst du nun mit solchen Situationen um? Wie bestimmt man die Intensität?

Eine schöne Zauberformel lautet…hol den anderen ab…stelle Fragen und wiederhole seine Antwort. Durch das Fragen und dein Wiederholen seiner Antwort kommt ihr gemeinsam auf eine Geschwindigkeit.

Das Schöne an dieser Art ist das ihr beide euch Verstanden fühlt.

Folgende Fragen können dir dabei helfen…

Wie meinst du das genau?

Was bedeutet….das Wort genau, dasselbe, gleich, langfristig, kurzfristig für dich?

Wie können wir gemeinsam eine Lösung finden?

Nun wünsche ich dir viel Spaß beim ausprobieren und Fragen, du wirst feststellen Ihr pendelt euch auf eine Intensität ein.

 

Schritt 6 – Bestätige den anderen…

Ich hoffe du hattest Spaß am Ausprobieren der Intensität im Gespräch. Sicherlich hast du nun wahrgenommen im Gespräch, was passiert, wenn der eine schneller ist als der andere. Du wirst sehen mit der Zeit wirst du immer besser darin.

Du kannst dir das wie eine große Tanzfläche vorstellen, am Anfang tritt man dem anderen noch auf die Füße und man weiß nicht so richtig wohin, aber nach einer Zeit fühlt ihr den Takt, die Tanzfläche. Der Takt sind die Worte des anderen und die Tanzfläche sind die Fragen und Antworten die euch den Raum und die Fläche geben für ein schönes Gespräch einen schönen „Tanz“.

Was nun noch fehlt ist die Bestätigung. Aber nun stellt sich die Frage, warum Bestätigung?

Bestätigung bewirkt vieles in vielerlei Hinsicht.

Hier eine kleine Frage und Übung  für dich, nimm dir einen Stift und ein Blatt Papier und schreibe für dich auf was Bestätigung bei dir verursacht.

  • Woran merkst du Bestätigung?
  • Was macht Bestätigung bei dir?
  • Wie kannst du dein Gegenüber bestätigen?

 

Die Grund Essenz von Bestätigung ist Vertrauen und Zutrauen. Zutrauen in dein Handeln, Denken und Fühlen.

Oft wollen wir im außen Bestätigt werden, doch wehren wir es ab. Jemand sagt und sein Kompliment und wir verneinen.

Wie oft hast du Dich heute selbst schon bestätigt?

Wie oft hast du andere bestätigt?

Das Prinzip dahinter habe ich in Schritt 4 bereits beschrieben und du kannst es gerne für dich nochmal nachlesen.  Durch das Geben von Bestätigung an den anderen und die BEREITSCHAFT Bestätigung zu empfangen, öffnen sich weitere Türen einer angenehmen  Kommunikationsebene.

Nun was soll die Frage, ob du dich selbst bereits bestätigt hast? Interessanter Weise ist dies der Schlüssel zu mehr Bestätigung und Vertrauen in dich. Erst wenn du dich selbst bestätigst dein Handeln, Fühlen und Denken für gut empfindest wird deine Gegenüber es auch tun.

Vielleicht sagst du jetzt, ich empfinde meine Handeln, Denken und Fühlen als richtig und gut und dennoch bekomme ich keine Bestätigung.

Warum ist dies so? Hierzu gibt es viele Möglichkeiten, vielleicht möchte der andere auch Bestätigung haben, vielleicht würde er auch gerne so Handeln, Fühlen und Denken kann es jedoch aus irgendeinem Grund seiner inneren Überzeugungen nicht. Und wie sollte er anderes reagieren als mit Ablehnung. Die Weichen kannst du an diesem Punkt stellen und auch für diese Ablehnung Bestätigung geben und Verständnis zeigen. Ein einfaches: „Das ist deine Sicht der Dinge.“ Genügt bereits um Spannung abzubauen und Entspannung herbeizuführen.

Denn sind wir mal ehrlich, wir haben genug Anspannung im Leben und dürfen das Rädchen der Entspannung an den Stellen, an denen wir es selbst in der Hand haben gerne mal öfters für uns drehen.

Ich wünsche dir nun viel Freude beim Bestätigen des anderen, beim bestätigen deines Denken, Handeln und Fühlen für mehr Selbstvertrauen und Zutrauen.

7 einfache Schritte zu mehr Gehör in Beziehung-Schritt 3&4

 

Schritt 3- Bereit wenn du es bist….

 Nun bist du im Hier und Jetzt und möchtest am liebsten loslegen. In freudiger/ weniger freudiger Erwartung mit deinem Partner/in oder Freund/in ein schönes oder auch unangenehmes Gespräch zu führen.

Doch eine ganz wichtige Frage die du dir vorab stellen solltest: Ist dein Gegenüber überhaupt bereit für ein solches Gespräch?

Hat dein Gegenüber dieselbe Bereitschaft für dieses Gespräch wie du?

Auch hier ist es für dich wichtig zu schauen: Bin ich bereit zu geben und zu nehmen? Ist der andere bereit zu geben und zu nehmen?

Was bedeutet zu geben und zu nehmen?

Erst wenn ich selbst bereit bin, meine volle Aufmerksamkeit meinem Gegenüber zu schenken in allen Belangen und ich merke das mein Gegenüber auch dazu bereit ist, erst dann wird die Kommunikation fließen.

Hierzu ein kleines Beispiel was es dir veranschaulicht, wie Kommunikations Stau überhaupt zustande kommt. Dieses Beispiel und die Namen sind frei erfunden, findet sich aber immer wieder so oder ähnlich in meiner Praxis.

Julia S. beklagt sich das sie oft in Ihrer Familie überhört wird besonders Ihre Schwester Marlies  der sie doch so oft schon zugehört hat und in vielen Lebenslagen aus der Patsche geholfen hat zeigt wenig Interesse an den Themen von Julia. Ihre Schwester fragt zwar nach Julias empfinden, wie es Ihr geht oder was sie so macht, doch sobald  Julia  antwortet und von Ihren Erlebnissen erzählen will triftet Ihre Schwester gedanklich ab und im schlimmsten Fall widmet sie sich einer anderen Tätigkeit gleichzeitig (Hausputz, Handy oder den Kindern). Sie scheint nur noch körperlich anwesend.

Was ist nun geschehen?

Bereits vor diesem Treffen mit Ihrer Schwester, fährt Julia mit einem mulmigen Gefühl zu diesem Treffen. Wie wird es wohl wieder sein? Gedanken kommen hoch: Marlies hört mir sowieso nicht zu. Sicherlich erzählt sie wieder negative Dinge über Ihre Arbeit und auch der Gedanke, ich habe keine Lust auf solche Themen kommt in Ihr hoch ACHTUNG: Hier entsteht der Grundstein für die fehlende Bereitschaft zu nehmen, also Ihrer Schwester Marlies wirklich bei Ihren Themen zu zuhören.

Sicherlich ist der Grundstein hierfür in früheren Tagen bereits gelegt worden, es ist ein Kommunikations Stau und Ungleichgewicht entstanden.

Dieses Ungleichgewicht kann jedoch heute geändert werden. Genau in dem Moment in dem Du dir bewusst wirst über deine fehlende Bereitschaft oder die fehlende Bereitschaft des anderen hast du es in der Hand zu ändern.

 

Schritt 4- Der Vorformulierte Gedanke…

Nun geht es darum, wie öffnest du dein Gegenüber für eine gute Bereitschaft zu geben und zu nehmen.

Vorab sei gesagt, die eigentliche Basis für eine Bereitschaft zu geben und zu nehmen bist Du.

Ein kleiner Tipp aus eigener Erfahrung, erspare dir die langweiligen Gespräche und Treffen, in denen du vorab schon weißt es wird nur einseitig oder du selbst hast nicht wirklich Lust (das ist schon die erste Bereitschaft;-)) auf das Treffen,  sei es aus emotionalen Themen, weil es dir gesundheitlich nicht gut geht oder anderen Belangen.

Energie saugende Treffen bringen dir nichts und dem anderen auch nur bedingt, weil dein Gegenüber für deine Ratschläge und Tipps eigentlich nicht bereit ist diese zu anzunehmen. Dein Energielevel sinkt und der Kommunikations Stau zwischen euch steigt.

Dennoch hast du Lust auf das Treffen und das Gespräch sei es mit deinem Partner/in oder Freundin formuliere vor.

3 – Vorformulierte Gedanken

Ich bin bereit zu nehmen.

Ich bin bereit zu geben.

Ich höre dir zu.

 Überprüfe hier ob diese drei Sätze für dein Gespräch oder Treffen mit dieser Person stimmig sind.

 

7 einfache Schritte zu mehr Gehör in Beziehung-Schritt 1&2

Heute möchte ich dir 7 einfache Schritte an die Hand geben, um mehr Gehör zu bekommen. Hierin geht es letztlich um Gehör bei deinem Gegenüber aber auch um das Gehör deiner eigenen Bedürfnisse.

Damit es nicht zu viel Schritte auf einmal sind, fange ich heute mit den ersten zwei Schritten an. Die weiteren folgen morgen und übermorgen.

Ich wünsche dir viel Spaß beim Lesen und ausprobieren.

 

Schritt 1 – Vordenken…Bilder sind Worte & Taten..

Wenn ich in Beziehung mit einem Menschen gehe, stelle ich mir zunächst die Frage: Was Wertschätze ich an der anderen Person? Warum möchte ich in Beziehung mit der anderen Person stehen?

Hierzu mache ich mir gerne das bildhafte Denken zu nutze. Ich schaue in meinen Gedanken, wie ich im besten Falle den Moment oder die Situation und damit die Beziehung zu dieser Person haben möchte.

Einer der meisten Fehler, welche im Bereich des nicht gehört werden auftreten, ist das wir uns oft sagen wie wir es NICHT haben wollen anstatt WIE wir es HABEN WOLLEN.

 Eine kleine Hilfestellung für dich, wenn du mal wieder ein: „So will ich es nicht haben oder ein man könnte das aber auch anders machen.“ Im Kopf formulierst habe ich die…

3– Magischen Fragen an DICH…

-Wie will ich es haben? Es= Verhalten, Handlung, Gespräch etc.

-Was bedeutet anders für mich?

Und nun die wichtigste 3.Frage an DICH..

Woran merke ich das anders oder das Verhalten eingetreten ist?

 

Schritt 2- Im Hier und Jetzt….

 Sobald ich mit meinem Gegenüber anfange zu kommunizieren, sei es verbal oder nonverbal, stelle ich mir die Frage: Bin ich tatsächlich anwesend körperlich, geistig und emotional.

Viele Menschen neigen dazu, insbesondere durch die vielen Medien wie Facebook, Instagram oder auch durch andere Dinge im Außen, abgelenkt zu sein und damit nicht wirklich in der Gegenwart.

Aber wie schaffe ich es, für den Moment im Hier und Jetzt zu sein, also in der Gegenwart. Als Kursleiterin Autogenes Training verhelfe ich mehr und mehr Menschen dazu mit einer einfachen Technik im Hier und Jetzt zu sein. Die sogenannte „ Ampel- Meditation“ auch für dich einfach anzuwenden.

Was ist die „Ampel- Meditation“: Du stehst an einer Ampel sei es als Fußgänger oder Autofahrer, vielleicht 1 Minute oder 2 Minuten du schaust auf die Ampel und atmest 3 – mal ein und aus und schon bist du im Hier und Jetzt. Diese Art der Meditation lässt sich beliebig fortführen und es Bedarf kein ZEN Meister zu sein 😉 um für den Moment in dem Moment zu sein.

Hast du 3- Mal ein und ausgeatmet schaue auf das was du genau in dem Moment machst…beispielsweise: Ich habe die Hände am Lenkrad, ich schaue auf die Ampel, Ich sitze…

Auf andere Situationen lässt sich dies ebenfalls leicht übertragen

Im Hier und Jetzt: Ich schreibe an diesem Blog Beitrag für dich 🙂

Nun hast du den Kniff für das Hier und Jetzt.

 

Kommunikation in Beziehung mit Partner/in, Freund/in & Familie und warum die Vogelperspektive nützlich sein kann….

Warum ist Kommunikation eigentlich so schwierig in einer Partnerschaft?

Wie kommunizierst du in Beziehung?

 

Immer wieder stelle ich fest, wenn Klienten in meine Praxis kommen ist eines Ihrer Hauptthemen:

Warum werde ich nicht verstanden? Warum hört mein Partner/ in, Freund/in Kollege oder meine Familie mir nicht zu?

Doch die Frage ist, hörst du dem anderen immer zu? In jeglichen Situationen, bedingungslos.

Und eine ganz wichtige Frage: Hörst du Dir selbst in jeder Lebenslage zu?

 

Nun gelangst du sicherlich an einen Widerstand in dir: ” Warum soll ich mir zuhören? Ich möchte doch dass mein Partner / Partnerin oder mein Gegenüber mir zu hört.

Doch an dieser Stelle sei gesagt, nur wenn du dem anderen zu hörst in allen Lebenslagen, DEINE und SEINE Gefühle nicht übergehst oder auch DEINE und SEINE Bedürfnisse nicht übergehst, erst dann wird sich das Thema, des nicht gehört  werden, auflösen.

Aber was sind es für Situationen, in den du vielleicht manchmal nicht zuhörst, in denen Gefühle übergangen werden oder Bedürfnisse nicht erhört werden. Vielleicht sind es Situationen, in denen du dich aufopferst „weil man das so macht“ aus Höflichkeit. Weil ein Nein dazu führen würde eventuell Ablehnung zu erfahren.

Hierzu möchte ich dir eine kleine Geschichte erzählen… ich bin vor einigen Tagen mit einer Nachbarin spazieren gegangen, sie erzählte mir von Ihrer Arbeit und das sie für das Beschwerdemanagement in Ihrer Firma zuständig sei und das es ihr immer mal wieder schwer falle bei Beschwerden Ihrer Kunden ruhig zu bleiben und den eigentlichen Kern der Beschwerde zu betrachten. In diesem Fall war es eine sehr wütende Beschwerde auf die sie reagieren und etwas antworten sollte. Ihr Vorgesetzter bat sie darum. Doch egal wie sie darüber nachdachte, sie wusste nichts darauf zu antworten.

Wir unterhielten uns darüber und ich nahm sie in diesem Gespräch mit in die „Vogelperspektive“.Eine wichtige Frage die ich Ihr dabei stellte: „Was ist das Bedürfnis deines Kunden genau an dieser Stelle? „Nach einigen Schritten und etwas überlegen, sagte sie: „ Ich denke er möchte einfach nur gehört werden.“ Und mit diesem Satz war Ihre Lösung da, sie wusste was sie Ihm schreiben sollte.

Sie sagte:„Ich werde ihm schreiben, das ich seinen Unmut verstehen kann, und ich ihm gerne in einem persönlichen Gespräch zuhören möchte, was ihn so verärgert hat.“ Einige Tage später, erzählte sie mir begeistert wie sich der Ärger und die Wut des Kunden aufgelöst hat.

Wie du siehst, geschieht das oft in vielen Situationen, sei es beruflich oder privat. Wir hören uns selbst nicht, wir hören den anderen nicht und schon geht die Spirale des nicht verstanden werden los. Wut und Ärger wird mit Wut und Ärger beantwortet, anstatt einen kurzen Moment durchzuatmen und zu sagen: „Komm lass mal in die Vogelperspektive gehen! Ich schaue mal was DEIN Bedürfnis ist und was ist MEIN Bedürfnis an dieser Stelle in diesem Gespräch?!“

Ich sage immer, raus aus der Situation und gedanklich schauen was für ein Gefühl kommt in mir hoch, welches Bedürfnis habe ich gerade. Danach versetze dich in den anderen, frage dich auch hier: Was könnte sein Bedürfnis hinter dem Verhalten sein?

Erst wenn Du weißt, was das eigentliche Bedürfnis hinter einem Konflikt oder Kommunikationsproblem ist, hat es die Chance sich aufzulösen.

Wie es sich auflösen kann mit Leichtigkeit erfährst du in meinem nächsten Blog Beitrag nächste Woche Montag.

Ich wünsche dir eine schöne Woche mit mehr Gehör für dich und deine Lieben….